Blogheim.at Logo Oh Schreck - Der Schnuller Ist Weg - Madame M. - Geschichten aus dem Mama-Alltag

Oh Schreck - Der Schnuller Ist Weg

Es ist 2000 Uhr. Eigentlich Zeit zum Schlafen gehen. Für Madame versteht sich. Mama und Papa sind noch nicht so müde und dürfen länger auf ...

Es ist 2000 Uhr. Eigentlich Zeit zum Schlafen gehen. Für Madame versteht sich. Mama und Papa sind noch nicht so müde und dürfen länger auf bleiben. Nur leider gibt es da noch ein Problem. Nur ein kleines. Aber, wo ist der Schnuller? Denn ohne den geht das Einschlafen zur Zeit gar nicht.


Teamwork ist angesagt. Der Herr kümmert sich um Madame. Macht das ganze Programm. Pyjama. Zähneputzen. Kuscheln. Macht sogar die extended Version mit Badewanne. Auch die Haare werden gewaschen Und Mama, die sucht den Schnuller. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Madame ist in der Badewanne und ich fange in der Küche an zu suchen. Meistens liegt einer unter dem Tisch. Oder sonst wo. Falsch gedacht. Ich versuche zu rekonstruieren, wo Madame überall war. Vorbei am Badezimmer - Madame werden gerade die Haare geföhnt - geht es weiter ins Wohnzimmer. Madame's letzter Aufenthaltsort vor dem Baden. Es wird keine Ecke ausgelassen. Ob hinter der Couch, unter dem Teppich oder im Mistkübel - der Schnuller bleibt unauffindbar.

Langsam beginne ich zu zweifeln. Ich zweifle ob Madame überhaupt einen Schnuller dabei hatte, als wir nach Hause sind. Ich kann mich nicht erinnern. Vielleicht liegt er ja noch im Kinderwagen. Hmm... Aber die Faulheit ist größer, denn der Kinderwagen ist im Auto. Und das Auto steht viel zu weit weg. Also wird weitergesucht. Weder im Schlafzimmer unter dem Bett, noch in Maunzi's Spielzeugkiste in ihrem Zimmer - es ist nirgends auch nur ein Schnuller zu finden. Komisch.

Mittlerweile ist Madame Schlaf-fertig. Vielleicht schafft sie es ja diesmal ohne Schnuller, denke ich mir. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und beim Stillen schläft sie meistens sowieso ein. Vor lauter Erschöpfung. Aber: wie immer, wenn man sichs so einfach vorstellt, kommt alles anders. Madame denkt nicht im Traum daran ohne ihren Schnuller einzuschlafen. Es gibt wieder einmal ein Konzert der Extra-Klasse.

Nur was tun? Doch den inneren Schweinehund bekämpfen und zum Kinderwagen schauen? - Nein, viel einfacher. Mir kommt die rettende Idee: Die ersten Schnuller, die ich Madame in meiner Euphorie gekauft habe, die müssen ja auch noch irgendwo sein. Unverwendet - weil viel zu groß (Ich hatte ja keine Ahnung, dass es da unterschiedliche Größen (Monatsangaben wurden dezent ignoriert) gibt.). Die werden es schon tun. Zumindest diese eine Nacht.

Auch dieser Plan geht nicht auf. Leider. Der Schnuller ist viel zu groß und wird von Madame nicht akzeptiert. Im Gegenteil, sobald ich ihn ihr hin den Mund stecke ploppt der auch schon wieder raus. Ich bin verzweifelt, denn ich bin müde und möchte auch schlafen. 


Und dann, wie durch ein Wunder, findet der Herrn die nachtrettende Lösung:  Den Schnurrbartschnuller. Dass ich den so einfach übersehen konnte, so frech wie er auf Madame's Nachttischlampe thront, ist mir ein Rätsel. Egal. Einen Versuch ist es wert. War er doch hin und wieder gut genug für unsere Madame. Wir haben Glück. Der Schnuller wird gesteckt und...er bleibt drinnen. Madame scheint zufrieden und nuckelt genüsslichst vor sich hin. Erleichterung pur.


Die Schnuller waren übrigens im Kinderwagen. Und der war, wie schon gesagt im Auto. Also kein Totalverlust. Trotzdem - Am nächsten Tag bin ich gleich los um noch mehr Schnuller zu besorgen. Besser man hat einen zu viel.

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