Blogheim.at Logo Ein Sonntag im Tierpark - Madame M. - Geschichten aus dem Mama-Alltag

Ein Sonntag im Tierpark

Es ist Sonntag. Ein wechselhafter Sonntag. Der perfekte Tag um dem Tierpark in Herberstein einen Besuch abzustatten. Am Parkplatz angekomm...

Es ist Sonntag. Ein wechselhafter Sonntag. Der perfekte Tag um dem Tierpark in Herberstein einen Besuch abzustatten.

Am Parkplatz angekommen, kommen mir erste Zweifel. Soweit das Auge reicht nur Familien die ausgestattet sind, als würden sie eine längere Wandertour machen. Festes Schuhwerk. Rucksack. Alles dabei. Und ich, ich laufe so herum wie immer. Unterwegs mit Flipflops und Handtasche. Mir kommen erste Zweifel. Ob die Idee so gut war?
 

Hilft alles nichts. Jetzt sind wir nun einmal da. Der Kinderwagen wird ausgepackt und Madame, die wird in den Kinderwagen eingepackt. Los gehts. Beim Eingang wird mir kurz noch einmal heiß. Mir schwirrt nämlich in meinem Kopf herum, einmal gelesen zu haben, dass Herberstein mit einem normalen Kinderwagen nicht zu bewältigen ist. Weil alles nur Schotter. Da aber viele Leute mit normalem Kinderwagen unterwegs sind, beruhigt mich dann doch. Wird schon gut gehen. Und sonst wird Madame eben getragen. Der Herr ist ja stark.
 

Wir werfen uns ins Getümmel. Von wilden, unpassierbaren Schotterwegen keine Spur. Trotzdem schiebt Mama den leeren Kinderwagen, denn auf Papa's Schultern sieht man ja viel mehr. Vorbei geht's  an Pferd, Wolf und Co. Madame kommt aus dem Staunen nicht heraus. Kennt sie die Tiere ja sonst nur aus ihren Büchern. Besonders die Kamele haben es ihr angetan.
 
 

Nach ungefähr der Hälfte des Rundwegs - ich bin gerade dran, Madame zu tragen - wird mir auf einmal so komisch warm um meinen Bauch. Was kann das nur sein? Mir schwant übles. Ich hebe Madame hoch um sie zu inspizieren und dann die Gewissheit: Madame's Windel ist am Übergehen. In unserer Tierparkeuphorie haben wir nämlich ganz darauf vergessen Madame die Windel zu wechseln. Und die Rechnung bekomme ich jetzt präsentiert.
 

Nach einem schellen Boxenstopp ist alles wieder trocken. Möchte man meinen. Doch mittlerweile hat es zu regnen begonnen. Der Regenschutz ist schnell am Kinderwagen angebracht - aber wo ist der Schirm? Der Herr ist beim Wegfahren dafür extra nochmal zurück in die Wohnung. Und jetzt? Liegt er super bequem im trockenen Auto. War ja klar. Die drei Obertouristen mit Flipflops unterwegs im Regen.

Nach einem kurzen Schirmholabstecher des Herrn setzen wir unsere Runde fort. Besuchen die Löwen und die Geparden. Mit einer schlafenden Madame und Regen ist es aber nur mehr halb so lustig. Also beschließen wir unseren besuch ein anderes Mal fortzusetzen. Vielleicht etwas besser ausgestattet. Vielleicht bei besserem Wetter.


Unser Fazit:
Der Tiergarten ist auch ohne festes Schuhwerk mit normalem Kinderwagen ohne Probleme zu bewältigen. Es besteht die Möglichkeit den Kinderwagen stehen zu lassen und einen Bollerwagen auszuborgen. Das haben wir allerdings nicht ausprobiert. Teilweise sind die Wege asphaltiert und teilweise geschottert. Zwischendurch gibt es einige steile Wegstücke. Wenn man die Runde aber gegen die vorgegebene Richtung macht, liegen diese größtenteils bergab.

Es gibt viele Verweilmöglichkeiten, allerdings würde ich empfehlen, selbst etwas zu essen und zu trinken mitzubringen. Die angebotenen Speisen sind teuer geschmacklich nicht sehr berühmt. Sanitäre Anlagen sind auch genügend an strategisch günstigen Punkten vorhanden

Für manche Tiere muss man etwas Geduld mitbringen. Denn die Gehege sind groß, was toll ist. So sind die Tiere nicht auf engem Raum zusammengepfercht.

Der Tierpark ist es auf alle Fälle wert, besucht zu werden.

Nähere Infos gibt's hier.

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