Blogheim.at Logo Bangkok calling - Mit dem Kinderwagen durch die Megacity - Madame M. - Geschichten aus dem Mama-Alltag

Bangkok calling - Mit dem Kinderwagen durch die Megacity

Dienstag. Mit dem Taxi geht es erst einmal ins Hotel. Eineinhalb Stunden dauert die Fahrt. Denn es ist Rush Hour. Madame schläft. Der Herr...

Dienstag.

Mit dem Taxi geht es erst einmal ins Hotel. Eineinhalb Stunden dauert die Fahrt. Denn es ist Rush Hour. Madame schläft. Der Herr und ich zu aufgedreht, um zu schlafen. Es ist alles super spannend. Selbst das im-Stau-Stehen, gibt es doch so viel zu entdecken. Bunte Lastwagen. Heillos überfüllte Busse. In Hängematten schlafende Menschen auf Pick-Up Ladeflächen. So viel, dass die Zeit bis ins Hotel wie im Flug vergeht.


Obwohl wir richtig müde sind (zumindest der Herr und ich, Madame hat ja genug geschlafen), können wir uns nicht im Zimmer halten. Wir müssen raus. Raus aus dem Hotel und rein ins bunte Treiben. Außerdem haben wir Hunger. Also geht es mit dem Shuttleboot erstmal über den Fluss. Unser erstes Ziel: Ein Einkaufszentrum. Die Nummer-Sicher Variante. Dort ist es kühl und zu essen gibts bestimmt auch etwas. Und ein bisschen bummeln kann auch nicht schaden, oder? Ein paar Dim Sum und ein bisschen Bummeln später wars das dann auch für uns. Zumindest für den ersten Tag. Für mehr sind wir einfach zu müde.


Mittwoch.
Am nächsten Morgen gehts dann richtig los mit unserem Programm. Wir sind alle topfit. Nach ganzen 14 Stunden Schlaf aber auch nicht anders zu erwarten. Es kann losgehen. Mit dem Boot. Das beste Verkehrsmittel in Bangkok. Wir wollen erst einmal den Fluss abfahren. Ein Bootstour quasi. Ein großer Wunsch vom Herrn. Madame und mir kanns nur recht sein, denn heute merken wir zum ersten Mal, wie heiß es eigentlich ist. Da kommt der Fahrtwind nur recht. Zugegeben, am meisten macht die Hitze mir zu schaffen. Madame, die hat nämlich in ihrem schattigen Kinderwagen gut lachen. 


Nach der Fahrt wollen wir beim Element Wasser bleiben. Mit dem Tuk Tuk gehts auf zu einem Floating Market. So der Plan. Voller Vorfreude steigen wir ein und fahren los. Hunger haben wir auch schon. Dort angekommen kommt die Ernüchterung. Der Markt hat zu. Und das, obwohl wir uns im Vorhinein fünf Mal versichert haben, dass der auch bestimmt offen hat. Naja. Kann man nichts machen. Und Madame, der ists sowieso egal. Die schläft nämlich wieder einmal gemütlich vor sich hin. Verhungern tun wir auch nicht, denn zu Essen bekommen wir auch so was. Denn an Garküchen und Essenständen mangelt es in Bangkok nämlich nicht. Man beachte hierbei: Je schlimmer diese aussehen, desto besser schmeckt das Essen. Man muss sich nur drüber trauen.


Es geht weiter im Programm: Enge Gassen. Ramsch so weit das Auge reicht. Chinatown ist angesagt. Ein Paradies für Schnäppchenjäger. Ein Paradies für Mama. Allerdings mit Kinderwagen nicht ganz so gut bewältigbar. Vor allem dann nicht, wenn durch die engen Gassen Mopeds auch noch durchwollen. Und Paketlieferanten. Von den Touristenströmen mal abgesehen. 


Und dann ist der Tag auf einmal herum. Zurück geht es wieder mit dem Boot. Natürlich, ist es doch das beste Verkehrsmittel in Bangkok. Und mit Kinderwagen reist man auch noch erster Klasse. Wir haben das Privileg dort stehen zu dürfen, wo sonst niemand darf. In der letzten Reihe Fußfrei. Das kann was. Vor allem bei den Menschenmassen, die sich im Inneren des Bootes befinden.



Donnerstag.
Der letze volle Tag in Bangkok. Dem Herrn sei Dank. Denn wenn es nach mir ginge, dann wären wir heute schon wieder im Flugzeug gesessen. Aber dazu später noch mehr. Für uns heißt es heute wieder Sightseeing deluxe. Es ist heiß. Noch viel heißer als gestern, aber da müssen wir durch. Der große Palast steht am Programm.

 

Wir kämpfen uns durch Menschenmassen. Vorbei am ersten Eingang bis zum zweiten Eingang. Dort ist Endstation. Vorerst. Zumindest für Mama. Denn die ist zu kurz angezogen. Nicht bei den Beinen, denn die hat sie schon mit einem Tuch verhüllt. Nein. Es sind die Ärmel, die um einen ganzen (!) Zentimeter zu kurz sind. Na bravo. Also heißt es wieder durch die Hitze zurück zum ersten Eingang. Kleidung ausborgen. Dort angekommen folgt die Ernüchterung: Wartezeit in der Kleiderausgabe dreißig Minuten. Und das in der Hitze. Nein Danke. Ich bin schlauer, trickse die Wartenden quasi aus. Hinein in den nächsten Souvenirshop, ein T-Shirt gekauft, drüber gezogen und hinein in den Palast.


Die Mühen lohnen sich. Der Palast ist toll. Richtig prunkvoll. Vor allem Madame ist von dem ganzen Glitzer sehr angetan. Und die Asiaten von unserer Madame. Alle paar Meter winkt man ihr zu. Wenn sie Glück hat (und das hat sie öfter) werden ihr sogar die Füße gestreichelt. Für mich irgendwie komisch, ihr scheint es aber nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil: Freudig winkt sie jedem zu. Richtig weltoffen und freundlich. Einfach toll.


Danach bleibt nicht mehr viel Zeit. Der Herr muss zurück. Zurück zum Hotel. Denn er hat dort einen wichtigen Termin. Er darf am Abend in der Skybar von unserem Hotel auflegen. Und da muss noch der Sound und alles gecheckt werden. Kein Problem für Madame und mich, denn es gibt da ja auch noch den Hotelpool, der gerne ausprobiert werden möchte. 


Am Abend dann wagen wir ein Experiment. Der Herr, Madame und ich. Wir lassen einen Babysitter kommen. Das erste Mal in einem fremden Land. So kann Mama dem Herrn auch ein bisschen zuhören. Zumindest für eine Stunde. Länger traue ich mich nicht, sie in der Obhut einer fremden Person zu lassen. Nicht in einer fremden Stadt. Auch nicht zu Hause. Man kann ja nie wissen.

Aber alles kein Problem. meine Sorgen sind wieder einmal unbegründet. Die Babysitterin macht einen hochprofessionellen Eindruck und Madame schläft. Ich verbringe eine schöne Stunde 15 Stockwerke oberhalb.

Freitag:
Und ehe wir uns versehen ist es auch schon wieder vorbei. Das Abenteuer Bangkok. Wir sitzen schon wieder im Taxi. Im Taxi Richtung Flughafen. Denn für uns gehts heute weiter. Weiter ins Abenteuer Khao Lak...



Unsere Tipps

♥ Verkehrsmittel
Am einfachsten geht es vom Flughafen mit dem Taxi in die Stadt. Das Taxifahren ist in Bangkok nicht teuer, allerdings sollte man darauf bestehen, dass das Taxometer eingeschaltet wird.

In Bangkok selbst kommt man am Besten mit dem öffentlichen Boot (an der orangen Flagge erkennbar) voran. Eine Fahrt kostet umgerechnet 36 Cent und man kann so lange fahren, bis man aussteigen möchte. Alle anderen Punkte kann man easy mit dem Skytrain oder einem Tuk Tuk erreichen.

♥ Kinderwagen
Bangkok ist gut mit dem Kinderwagen passierbar, zumindest wenn man zu zweit ist. Allerdings sollte man darauf achten, dass man einen mit größeren Reifen dabei hat (für etwaige Hindernisse, die sich plötzlich auftun). Wenn man Boot fahren will, dann wird einem mit dem Wagen immer geholfen und man bekommt, wie schon erwähnt Premium Plätze in der hintersten Reihe.

♥ Unterkunft
Wir haben nur Erfahrung mit diesem Hotel. Das Personal ist super kinderfreundlich, es gibt Babybetten, Hochstühle und Kindergeschirr. Wenn man sich dafür entscheidet, sollte man aber unbedingt ein paar Euro mehr für ein Executive-Zimmer bezahlen. So hat man die Möglichkeit den ganzen Tag Getränke und Snacks ohne extra zu bezahlen in der Executive Lounge zu bekommen.

♥ Essen
 Man kann bedenkenlos die Speisen in einer den vielen Garküchen essen. Es schmeckt ausgezeichnet und kostet teilweise nicht einmal einen Euro. Man bekommt so gut wie alles am Straßenrand. Von Obst über Nudeln, Fleisch und Desserts kann man alles haben. Man muss sich nur drüber trauen.

♥ Sightseeing
Der große Palast ist sehr sehenswert. Unbedingt Kleidung mitbringen, die die Knie und die Schultern bedeckt. Auch geschlossene Schuhe sind ein Muss. Die Wärter sind sehr streng. Nur mit Kindern haben sie Nachsicht, die dürfen den Palast so betreten, wie sie gerne möchten.

Der Nightmarket in Asiatique ist sehr zu empfehlen, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Die Wege sind breit und es sind nicht zu viele Leute dort. Das Beste: Man kann mit einem Shuttle Boot gratis dort hin fahren.






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