Blogheim.at Logo Drei Tage Auszeit - Salzburg calling - Madame M. - Geschichten aus dem Mama-Alltag

Drei Tage Auszeit - Salzburg calling

Endlich sind wir in Salzburg. Madame. Der Herr und ich. Ein paar Tage abschalten ist die Devise. Nach einer stressigen Uni und Arbeitszeit ...

Endlich sind wir in Salzburg. Madame. Der Herr und ich. Ein paar Tage abschalten ist die Devise. Nach einer stressigen Uni und Arbeitszeit sehr erwünscht. Aber warum ausgerechnet Salzburg? Die Antwort ist einfach: Einfach so. Der Herr und ich waren schon lange nicht mehr dort. Madame sogar noch nie. Somit haben wir uns mehr oder weniger spontan ins Auto gesetzt um nach Salzburg zu fahren. Eine tolle Idee.

Donnerstag.
Dort angekommen werden wir von warmen Sonnenstrahlen begrüßt. Es hat fast zwanzig Grad. Wir brauchen keine Jacke. Perfekter kann ein Kurzurlaub  nicht starten. Es dürfte nachzuvollziehen sein, dass es uns nicht lang im Hotel (mehr zur Unterkunft könnt ihr übrigens hier lesen) hält. Wir müssen raus ins Freie. Die Sonne genießen.

Ohne Ziele machen wir uns auf den weg. Spazieren gemütlich der Salzach entlang in Richtung Altstadt. Genießen es keine Ziele zu haben. Es ist alles so schön. Fast schon kitschig. Auch Madame genießt sichtlich unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Gibt's die Zuhause dann doch nicht allzu oft. Zumindest nicht so intensiv von Mama und Papa gleichzeitig. 

Wir lassen uns einfach treiben. Bis sich der große Hunger meldet. Denn irgendwie haben wir alle den ganzen Tag nichts Vernünftiges gegessen. Immerhin waren wir zumindest so vorausschauend, dass wir uns für die Fahrt eine gute Jause gemacht haben. Eine kleine Seltenheit. Aber das wars dann auch schon. Also muss etwas zu essen her. Und das wenn möglich schnell. Der Herr hat nämlich bestimmt keine Lust mit zwei Diven  durch die ganze Stadt zu spazieren. Gut dass ich  mir im Vorfeld schon eine Liste gemacht habe. Eine Liste mit potenziellen Lokalen, die nicht nur satt machen, nein, optisch was her machen müssen sie schon auch. Das ist mir wichtig.

Das Ludwig.
Wir müssen nicht lange überlegen - die Entscheidung fällt auf das Lokal, das sich uns am nächsten befindet: Das Ludwig. Genauer gesagt ein Burgerladen. Beim Betreten des Lokals springt uns das Design sofort ins Auge. Das ganze Lokal wirkt wie ein Amerikanisches Diner. Nur hochwertiger. Und durchdachter. Wir haben Glück - wir bekommen noch einen Tisch. Einen Tisch, wo sogar unser Kinderwagen Platz hat und Madame nach Herzenslust herum turnen kann. Ohne andere Gäste zu stören.

Auch die Speisekarte überzeugt uns. Also den Herrn und mich. Madame hat sowieso keine Augen dafür, die malt lieber mit den ihr zur Verfügung gestellten Buntstiften vor sich her. Abgesehen davon kann sie ja sowieso noch nicht lesen. Sie ist ja noch viel zu jung. Logisch.  Die Auswahl ist eher klein und übersichtlich. Trotzdem ist für jeden etwas dabei. Vom Fleischtiger über den Veganer bis hin zu unserer Madame. Nach langem überlegen entscheide ich mich für einen Cheeseburger mit Gorgonzola, Süßkartoffel Pommes und einmal Coleslaw (Wie man sieht habe ich Hunger). Für den Herrn gibt es einen Ludwig Burger mit Rindfleisch und Pulled Pork und ebenso Süßkartoffel Pommes als Beilage. Und Madame, der wird die Entscheidung abgenommen. Sie bekommt das was sie am liebsten mag: Nudeln. Mit Käse. Und Erbsen.

Nach recht kurzer Wartezeit kommt es auch endlich, unser Essen. Ich bin begeistert. Und das schon nach dem ersten Biss. Das Brot ist ein Traum und die Kombination aus Rindfleisch mit Gorgonzola zum hinein Legen. Auch der Coleslaw und die Pommes schmecken ausgezeichnet. Ich in im Burgerhimmel. Auch dem Herrn schmeckt es. Und Madame sowieso. So schnell wie sie ihre Nudeln verputzt.

Auch beim Bezahlen gibt's keine bösen Überraschungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Wir sind richtig satt und rundum zufrieden. Auch der Service ist richtig gut. Wir können das Lokal nur wärmstens weiter empfehlen! Satt und zufrieden machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Der Opernball und somit warten unsere Logenplätze vor dem Fernseher.

Freitag.
Der Freitagmorgen begrüßt mit Regen. Und Schnee (!). Leider. Ich muss zugeben: Damit habe ich nicht gerechnet. Die Laune lassen wir uns dennoch nicht vermiesen. Also wird eben ein gemütlicher Shopping-Tag eingelegt. Es müssen ja sowieso noch ein paar Dinge für den bevorstehenden Fschingdienstag besorgt werden. Und schauen kann man sowieso immer. Somit werfen wir uns ins Getümmel - einem Mix aus Salzburgern und Touristen. Vielen Touristen.

Als am Nachmittag noch immer keine Wetterbesserung in Sicht ist, beschließen wir kurzerhand zum Hangar 7 zu fahren. Flugzeuge, Rennautos und Helikopter stehen auf dem Programm. Madame ist begeistert. Kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Am liebsten würde sie sich überall hinein setzen. Logisch. Sind ihre Lieblingsspielsachen zur Zeit Autos. Ganz Mama's und Papa's Mädchen eben. Zugegeben: Mich hauen die Exponate nicht sonderlich vom Hocker. Ich habe mir das Ganze irgendwie spektakulärer vorgestellt. Dafür bin ich begeistert von der Architektur des Hangars selbst und dem WC. Ich schwöre, ich habe noch nie in meinem Leben ein so schönes WC gesehen. Da musste ich erst nach Salzburg fahren. Scheinbar.

Den Abend lassen wir gemütlich  beim Asiaten ausklingen. Ganz klassisch mit Buffet. Und wir haben wieder einmal Glück: Das Restaurant ist toll und die angebotenen Speisen noch viel toller. Die Auswahl ist riesig und schmeckt vorzüglich. Es ist nichts überwürzt, wie man es von manch chinesischem Restaurant kennt und das Sushi ist frisch. Asia Kitchen - wieder eine Empfehlung wert.

Samstag.
Am nächsten Morgen meint es der Wettergott wieder gut mit uns. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und die Temperaturen sind auch wieder am Steigen. Für heute haben wir noch ein bisschen Sightseeing am Plan, bevor es am  Nachmittag wieder in Richtung Heimat gehen soll.

Mit dem Aufzug geht es hinauf auf den Mönchsberg, um den Ausblick und die Sonne zu genießen. Da Madame in ihrem Kinderwagen eingeschlafen ist, haben wir sogar etwas Premiumzeit nur zu zweit. Zum Batterien aufladen. Superschön. Später geht es wieder in die Altstadt hinunter. Diesmal zu Fuß. Über die Stiegen mit dem Kinderwagen nicht ganz so einfach, aber machbar. Ein bisschen Stiegen-erprobt sind wir mittlerweile ja schon. Nach einem kurzen Stadtbummel wars das dann auch schon mit Salzburg für uns.

Schön wars. Wir haben unsere Auszeit sehr genossen. Vor allem unsere Madame. Die hat die viele Aufmerksamkeit nur so aufgesaugt. Und ist wieder viel ausgeglichener geworden. Auch dem Herrn und mir hat es sehr gut getan. Wir sollten so etwas unbedingt bald wiederholen. Vielleicht in Salzburg. Vielleicht aber auch wo anders...


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