Abenteuer Camping. - Madame M. - Geschichten aus dem Mama-Alltag

Abenteuer Camping.

Es ist soweit: Das wohl größte Abenteuer in Monsieurs erst so kurzem Leben hat gestartet. Und alle sind wir mitten drinnen. Mitten drinnen i...

Es ist soweit: Das wohl größte Abenteuer in Monsieurs erst so kurzem Leben hat gestartet. Und alle sind wir mitten drinnen. Mitten drinnen im Abenteuer Camping.


Doch bevor wir überhaupt starten können muss erst einmal einiges vorbereitet werden. Oder besser gesagt einiges an Zeug zusammen gesucht werden. Zelt. Schlafsack. Campingsessel. Und was man sonst so alles braucht. Als ich den ganzen Haufen so ansehe, kommen mir erste Zweifel. Zweifel, ob sich der ganze Spaß überhaupt auszahlt. Bei so viel Zeug für eine Nacht? Egal, Madame ist schon eingeweiht. Kneifen können wir also nicht mehr.

Während der kleine Monsieur und ich wieder einmal bei der Firma Steh und Schau angeheuert haben, hilft Madame fleißig mit. Trägt einen Teil der Ausrüstung nach dem anderen zum Auto. Wo der Herr schon zur Stelle ist und Tetris spielt.  Denn neben dem ganzen Zeug, das man zum Campen so braucht (das alleine könnte den Kofferraum schon füllen), muss auch noch der Kinderwagen Platz haben. Und das Equpipment unseres DJs, hat der doch am nächsten Tag noch einen Gig vor sich. Kurz gesagt: Gypsy Travels unlimited wieder on Tour.

Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir (oder besser gesagt der Herr und Madame) es dann auch geschafft. Das Auto ist voll. Alles ist drinnen. Jetzt muss nur noch etwas zu Essen eingekauft werden und dann kann es wirklich starten. Unser großes Abenteuer.

Am Zeltplatz angekommen, werden Madames Augen immer größer. Und größer. Ich glaube ihr wird es jetzt, beim Anblick der anderen Zelte, bewusst, was es mit dem Abenteuer wirklich auf sich hat. Übergedreht hüpft sie herum. Kann sich gar nicht mehr einkriegen, so sehr freut sie sich.

Doch viel Zeit zum Herumhüpfen bleibt nicht. Das Tageslicht schwindet und das Zelt muss ja noch aufgebaut werden. Madame wird gleich einmal vom Herrn eingespannt. Denn Mama kann gerade nicht helfen. Der kleine Monsieur hat nämlich pünktlich Hunger bekommen.

Also beobachte ich aus sicherer Entfernung, wie die beiden das Zelt aufbauen. Oder besser gesagt, wie sich der Herr dabei abmüht, Madame vom Ort des Geschehens fern zu halten. Denn Madame hat ein Talent dafür, genau da, wo sie nicht sollte, herum zu springen und zu turnen. Ein lustiges Spektakel.

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Wider Erwarten schnell haben sie es dann auch tatsächlich geschafft. Das Zelt steht. Stabil und sicher. Und das keine Minute zu spät, denn die Sonne beginnt sich gerade zu verabschieden. Jetzt kann es  dann wirklich los gehen mit dem guten Camper-Leben.

Die Nacht bricht über uns herein. Und damit auch die Schlafenszeit. Madame ist müde. Papa und Mama auch. Jetzt beginnt das eigentlich Spannende: Wie werden wir mit dem kleinen Monsieur machen? Ihn mit in meinen Schlafsack zu nehmen scheint mir zu gefährlich. Stichwort Überroll- und Hitzestaugefahr. Zum Glück hat der Herr die Idee: Wir nehmen einfach die Babywanne vom Kinderwagen und legen ihn dort hinein. Damit hat er sein eigenes kleines Nestchen. Fast wie zu Hause. Die Idee gefällt mir. Jetzt kann einem ruhigen Schlaf nichts mehr im Wege stehen. Oder?

Und tatsächlich. Alles schlafen erstaunlich schnell. Monsieur. Der Herr. selbst Madame hat erstaunlich schnell in den Schlaf gefunden. Nur Mama, die tut sich etwas schwer. Liegt lange wach. Und schaut alle paar Minuten nach dem kleinen Mann. Ob es ihm gut geht in seinem kleinen Nestchen. Immer und immer wieder stelle ich mir die gleiche Frage: Ist ihm wohl nicht zu kalt da drinnen?

Schließlich entscheide ich mich doch, ihn zu mir zu holen. Zum kuscheln, denn hier ist es definitiv wärmer. Gut so kalt ist es auch wieder nicht - es hat nämlich ganze 18 Grad Plus. Aber man kann ja nie wissen. Kaum ist der Monsieur bei mir eingekuschelt im Schlafsack, schlafe auch ich seelig ein.

Wir schlafen so gut, dass die Sonne schon wieder weit oben am Himmel steht, als wir endlich alle aufwachen. Wer hätte das gedacht. Selbst der kleine Monsieur hat so gut geschlafen. So gut, wie schon lange nicht mehr. Und als ich in Madames leuchtende Augen blicke, weiß ich: Es hat sich ausgezahlt. Unser kleines Abenteuer. Definitiv. Denn davon wird sie noch lange erzählen.

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